Martinez-de-Pasqually

Die ersten geistigen Wesen

Martines de Pasqually

Vor der Zeit, strahlte Gott einige Wesen in Seiner göttlichen Grenzenlosigkeit zu Seinem eigenen Ruhme aus. Diese Wesen mussten einen Kult ausüben, welche die Göttlichkeit ihnen durch immer währende Gesetze, Vorschriften und Gebote gegeben hatte. Sie waren daher frei und verschieden vom Schöpfer und man kann ihnen nicht den freien Willen leugnen, mit dem sie emantiert wurden, ohne ihnen die Veranlagung, die Eigenschaften, die spirituellen und persönlichen Tugenden zu zerstören, welche notwendig für sie waren, um in den vorgegebenen Grenzen zu agieren, in welchen sie ihre Kräfte mit Genauigkeit auszuüben hatten.

Innerhalb dieser Grenzen sollten diese ersten spirituellen Wesen ihre Verehrung erbringen, für welche sie ausgestrahlt wurden. Diese ersten Wesen konnten die Vereinbarungen weder ignorieren noch leugnen, welche der Schöpfer mit ihnen hatte, indem er ihnen Gesetze, Vorschriften und Gebote gab; da ihre Emanation alleinig auf diesem Bund gegründet war. Man könnte fragen, was diese ersten Wesen vor ihrer göttlichen Emanation waren, ob sie existierten oder nicht?

Sie existieren im Schoß der Göttlichkeit, aber ohne besondere Abgrenzung von Handlung, Gedanke, Hören; Sie konnten nicht agieren und fühlen, außer durch den alleinigen Willen des oberen Wesens, welches sie umfasste und in welchem alles angetrieben wurde – welches in Wahrheit ein Zustand der Nicht-Existenz ist. Jedoch ist die Existenz in Gott von absoluter Notwendigkeit, da es die Grenzenlosigkeit der göttlichen Kraft darstellt. Gott wäre nicht der Vater und Herr von allem, wenn er nicht in Sich eine unerschöpfliche Quelle von Wesen eingeboren hätte, die Er durch Seinen reinen Willen ausströmen lässt, wann immer es Ihn erfreut.

Es ist durch die unendliche Vielfalt an Emanationen von spirituellen Wesen außerhalb seiner Selbst, dass Er den Namen Schöpfer trägt und Seine Werke sind jene der göttlichen, spirituellen und körperlichen, spirituellen und zeitlichen Schöpfung.

Die ersten Geister, die aus der Brust der Göttlichkeit ausströmten, unterschieden sich untereinander durch ihre Eigenschaften, Kräfte und Namen. Sie bewohnten den unermesslichen göttlichen Kreisumfang, gewöhnlich als Herrschaft bezeichnet und welcher seine denären Zahl entsprechend die folgende Figur trägt: 1 und dies ist wo jeder Oberere Geist (Superior) 10, Höherer Geist (Major) 8, Niedere (Inferior) und Mindere Geist (Minor) 4, handeln und agieren sollen zur vollkommenden Herrlichkeit des Schöpfers. Ihre Bekundung und ihre Zahlen belegen, dass ihre Emanation wahrlich aus der vierfachen göttlichen Essenz stammt. Die Namen dieser vier Klassen an Geistern waren viel stärker als jene, welche wir gewöhnlich den Cherubim, Seraphim, Erzengeln und Engeln geben, welche seitdem gleichgestellt wurden.

Des Weiteren hatten diese vier Arten von spirituellen Wesen – wie wir sagten – einen Teil der göttlichen Herrschaft in sich: Obere (superior), höhere (major), niedere (inferior) und mindere (major) Kräfte, durch welche sie alles kannten, was existiert oder innerhalb der spirituellen Wesen verborgen ist, welche noch nicht aus der Brust der Göttlichkeit hervorgekommen sind.

Wie, könnte man sagen, konnten sie Wissen von den Dingen haben, die noch nicht unterscheidbar außerhalb dem Schoß des Schöpfers existierten? Da diese ersten Oberhäupter, die aus dem ersten Kreis emanierten, – welcher mystisch Kreis der Zehnheit genannt wird, eindeutig und mit Gewissheit lesen konnten, was in der Göttlichkeit geschah und ebenso alles, was in in Ihr enthalten war. Lasse keinen Zweifel daran, was ich hier sage, denn es gehört zum Geiste zu lesen, sehen und den Geist zu begreifen. Diese Oberhäupter hatten ein vollkommenes Wissen jeder göttlichen Handlung, da sie aus dem Schoß des Schöpfer hervorgekommen sind, um alle göttlichen Taten der Manifestation Seiner Herrlichkeit zu sehen.

Hatten diese spirituellen und göttlichen Oberhäupter ihren initialen Status an Tugenden und göttlichen Kräften behalten nach ihrem Untreue? Ja, denn sie behielten sie durch die Unveränderlichkeit der Anordnungen des Ewigen, denn wenn der Schöpfer all Tugenden und Kräfte zurückgenommen hätte, die er den ersten Geistern aufgetragen hatte, hätte es keinen Akt des Leben, Gut und Böse, noch irgendeine Offenbarung der Herrlichkeit, der Gerechtigkeit und göttlichen Kraft über diese untreuen Geister mehr gegeben.