Martinisten Orden

Ehre sei dem dreifach großen Architekten der ganzen Welt.

Seit Anbeginn suchen spirituelle Schüler Antworten auf die drei grundlegenden Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Woher komme ich?
  • Wohin gehe ich?

Der Martinisten Orden ist ein Initiatenorden, der Methoden bewahrt um diese drei Grundfragen zu beantworten. Der Einweihungspfad ermöglicht dem Aspiranten sich durch symbolische Riten mit der esoterischen Tradition zu verbinden und Zugang zum inneren Wissen zu erlangen.

Die Initiationslinien des Martinisten Ordens reichen in einer unversehrten Kette bis Don Martines de Pasqually und Marquis Louis Claude de Saint Martin zurück. Der mystische Pfad des Martinismus unterstützt den Eingeweihten dabei die begrenzten Einflüsse der irdischen Welt zu überwinden und eine bewusste Verbindung mit dem Schöpferprinzip herzustellen.

Die Lehren des Martinisten Ordens wurzeln in der christlichen Mystik und hermetischen Kabbalah. Kabbalah ist die esoterische Lehre des Judentums. Die Eingeweihten lernen erstrebenswerte ritterliche Tugenden zu kultivieren und das höhere Bewusstsein zu wecken. Der Martinisten Orden ist ein Weg des Herzens.

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Leviticus 19,18)

Großmeister Gérard Encausse in einer Martinisten Loge in Paris

Gérard Encausse in einer Martinisten Loge in Paris

Der Martinisten Orden  folgt der mündlichen Tradition. Auf dem Einweihungsweg des Martinismus wird der „innere Tempel“ errichtet. Das Fundament des Tempels bildet die Initiation. Die Initiation veranschaulicht den Beginn des großen Werks. Bei der rituellen Initiation kommt der Initiant mit der Saat des spirituellen Lichts in Kontakt. Die rituellen Gruppenarbeiten des Martinisten Ordens sind besonders kraftvoll und ermöglichen es Spiritualität und Mystik persönlich zu erfahren.

„Diese geheimnisvolle Einweihung ist die grundlegende Bedingung für die Versöhnung der Menschen, weil ohne sie, egal wie groß die persönlichen Leistungen des Niederen auch sind, er im Mangel bleiben wird, also ohne jeden Verkehr mit Gott.“ (Robert Ambelain)

„Die einzige Einweihung für die ich eintrete und die ich von ganzer Seele suche, ist jene, durch die wir in das Herz Gottes eindringen können und durch die Gottes Herz wieder in uns Zugang findet, um eine unauflösliche Verbindung ermöglichen, die uns zum Freund, zum Bruder und zum Bräutigam unseres göttlichen Heilands macht. Um zu dieser heiligen Einweihung zu gelangen, gibt es keine anderen Mittel, als immer mehr in die Tiefen unseres Wesens hinabzusteigen und nicht aufzugeben, bis wir die lebendige Essenz gefunden haben.“ (Louis Claude de Saint Martin)

„Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden.“ (Matthäus 7,7)

Der Martinisten Orden hat Logen mit rein männlichen Mitgliedern und rein weiblichen Mitgliedern. Diese Geschlechtertrennung auf dem initiatorischen Weg des Martinismus ermöglicht den jeweiligen Logen Refugien von besonderem Wert zu sein. Der Martinisten Orden bietet somit nicht nur männlichen Aspiranten, sondern insbesondere auch weiblichen Aspirantinnen einen einzigartigen authentischen und ebenbürtigen Einweihungsweg. Der Martinisten Orden ist keine Geheimgesellschaft, sondern eine diskrete und private Gesellschaft. Die Namen und Ämter der Mitglieder werden vertraulich behandelt, aber es steht jedem Mitglied frei sich selbst als Martinist und Mitglied des Ordens kenntlich zu zeigen. Grundsätzlich agiert der Orden im Stillen, obwohl jede Loge die Freiheit hat öffentliche Veranstaltungen unter dem Siegel des Martinisten Ordens zu halten.

Mitglied werden im Martinisten Orden: Der Martinisten Orden ist elitär und selektiv bei der Auswahl von würdigen Kandidaten und Kandidatinnen. Traditionell finden sich unter den Mitgliedern sowohl Frauen als auch Männer.

Der Martinisten Orden bearbeitet alle traditionellen Grade des Martinismus sowie die Initiatoren-Grade rituell. Des Weiteren folgt dem Martinisten Orden ein initiatorisches Hochgradsystem, das unter anderem in Verbindung mit den ursprünglichen Graden des Elus Cohen Orden von Martines de Pasqually steht.

„Die Rauhsteine werden aus dem Steinbruch gelöst von denen, die die Wahrheit überliefern und werden behauen, damit sie sich dem ewigen Bau einfügen. Viele Steine sind in den Händen dessen, der da baut; lasst uns hoffen, dass sie ihm nicht aus den Händen fallen, auf dass sie nach vollendetem Schliff in den Tempel passen.“ (Hl. Augustin)

Vortrag von Dr. Elias Rubenstein – Hermetisch-kabbalistische Mysterienbünde der Rosenkreuzer und Martinisten – Einweihung und Lehre